Massnahmen

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Um die angestrebten Ziele zu erreichen, braucht es weiterhin viel Grundlagenarbeit. Information und Kommunikation basieren bei eGovernment auf der Technik. So auch die Transaktionen, komplexere Dienstleistungen, welche die Übermittlung von persönlichen Angaben beinhalten. Je komplexer und persönlicher die Daten sind, die übermittelt werden, desto mehr kommen zur technischen Machbarkeit auch rechtliche und organisatorische Fragen hinzu.

Die drei folgenden Massnahmen haben zum Ziel, die Voraussetzungen für die elektronische Zusammenarbeit auf allen Ebenen zu schaffen, d. h. innerhalb der Verwaltung, zwischen der Verwaltung und externen Zielgruppen sowie zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden.

Technische Voraussetzungen schaffen

Um der Öffentlichkeit einen effizienten Service anbieten zu können, müssen die Voraussetzungen für eine reibungslose elektronische Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung geschaffen werden. Das heisst, die verwendeten Programme und Systeme müssen so aufeinander abgestimmt sein, dass alle Mitarbeitenden unter Berücksichtigung des Berechtigungs- und Rollenkonzepts auf die selben zentral verwalteten Informationen zugreifen oder Daten unkompliziert und möglichst fehlerfrei austauschen können. Dadurch werden verwaltungsinterne Abläufe gestrafft und vereinfacht.

Leistungen digital anbieten

In erster Linie werden wir Dienstleistungen digital anbieten, die möglichst häufig und von möglichst vielen Personen genutzt werden. Dazu gehören Dienstleistungen, die dem Wohn- und Wirtschaftsstandort einen Mehrwert bringen, z. B. die speditive Online-Abwicklung von Bewilligungsverfahren. Dies bedingt die Weiterentwicklung der elektronischen Zusammenarbeit mit Unternehmen und Organisationen. Die rechtliche Anerkennung der elektronischen Unterschrift, die heute verfügbare digitale Unterschrift (SuisseID) und die technologische Komplexität erfordern auch Zwischenstufen auf dem Weg zu einem vollautomatischen Prozess: Ein Beispiel für Zwischenstufen ist die Steuererklärung, die zwar auf dem Computer ausgefüllt werden kann, aber bislang noch mit der handschriftlichen Unterschrift versehen
und per Post zurückgeschickt werden muss.

Vernetzung fördern

eGovernment betrifft oft Verfahren, die mehrere Stufen des Gemeinwesens durchlaufen. So sind die Gemeinden wichtige Lieferantinnen von Angaben, z. B. von statistischen Werten für Kanton und Bund. Die elektronische Zusammenarbeit aller Staatsebenen mit dem Ziel, Medienbrüche zu vermeiden, stellt die eigentliche Herausforderung dar. Die Registerharmonisierung in der Schweiz ist ein gelungenes Beispiel dafür. Die elektronische Volksabstimmung E-Voting ist derzeit in einigen Kantonen im Anfangsstadium.

Unsere Beteiligung am «Guichet virtuel», dem virtuellen Schalter der Schweiz (www.ch.ch) wird weitergeführt. Diese Plattform macht die Vernetzungsmöglichkeiten sichtbar und hat Modellcharakter für Kantone und Gemeinden, indem statt Ämter Themen und Leistungen in den Vordergrund gestellt werden.

Das Schweizer Portal ch.ch ist die nationale Einstiegsseite der Schweiz. Es ist die elektronische Visitenkarte der offiziellen Schweiz und der Eingang zu den Online-Informationen von Bund, Kantonen und Gemeinden in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch und Englisch.